Ergo-Kids Ulrike Burk
Ergotherapeutische Praxis für Kinder und Jugendliche

Psychisch-Funktionelle Behandlung

(60 Minuten)

Definition

Eine ergotherapeutische psychisch-funktionelle Behandlung dient der gezielten Therapie krankheitsbedingter Störungen der psychosozialen und sozioemotionalen Funktionen und den daraus resultierenden Fähigkeitsstörungen.

Funktionsstörungen/Schädigungen der Orientierung zu Raum,
Zeit und Person

  • im psychomotorischen Tempo und in der Qualität des Antriebs und des Willens
  • des Realitätsbewusstseins und der Selbsteinschätzung
  • der Wahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung
  • des emotionalen Empfindens
  • der Anpassungs- und Verhaltensmuster
  • des Denkens und der Denkinhalte

Fähigkeitsstörungen der Selbstversorgung

  • der Alltagsbewältigung
  • im Verhalten
  • in der zwischenmenschlichen Interaktion/ Kommunikation
  • der Kognition
  • der Beweglichkeit und Geschicklichkeit

Therapeutische Wirkungen

  • Psychische Stabilisierung und Aktivierung
  • Verbesserung von Antrieb, Motivation und Vitalität
  • Stärkung sozioemotionaler Kompetenzen, Kontakt-, Interaktions- und Kommunikationsfähigkeit
  • Verbesserung der kognitiven Funktionen, der Konzentration und der Serialleistung
  • Verbesserung von auf psychischem und medikamentös-toxischem Wege
    eingeschränkten körperlichen Funktionen
  • Verbesserung der Körperwahrnehmung, Selbst- und Fremdwahrnehmung sowie der Wahrnehmungsverarbeitung
  • Verbesserung der Konfliktfähigkeit, Angstbewältigung und Frustrationstoleranz
    Therapeutische Ziele
  • Verbesserung der Alltagsbewältigung
  • Verbesserung des situationsgerechten Verhaltens
  • Verbesserung in der zwischenmenschlichen Interaktion und Kommunikation
  • Wiedererlangung von Selbstvertrauen und Handlungskompetenz
  • Wiedergewinnung des Realitätsbezuges und der realistischen Selbsteinschätzung
  • Verbesserung entwicklungspsychologisch wichtiger Fähigkeiten wie Autonomie und Bindungsfähigkeit
  • Verbesserung und Erhalt der kognitiven Fähigkeiten
  • Stärkung der Eigenverantwortung und Entscheidungsfähigkeit
  • Stärkung der Kreativität im Sinne von Problemlösungsverhalten und Entwicklung von Anpassungsstrategien
  • Verbesserung und Erhalt der Belastungsfähigkeit und Ausdauer
  • Verbesserung der eigenaktiven Tagesstrukturierung
  • Entwicklung, Verbesserung der Selbständigkeit und der dafür notwendigen
    lebenspraktischen Fähigkeiten

Zur Leistung zählen insbesondere

  • handwerkliche, gestalterische und spielerische Methoden
  • Methoden zur Verbesserung der sozialen Wahrnehmung, des kommunikativen und interaktiven Verhaltens, wie Rollen- und Regelspiele
  • Methoden zur Verbesserung der Körper- und Selbstwahrnehmung und der
    Wahrnehmungsverarbeitung
  • Projektarbeiteten
  • Methoden zur Entwicklung von Selbstsicherheit und Bewältigungsstrategien
  • Training des sozialen Verhaltens
  • kognitive Trainingsprogramme
  • vorschulisches/ schulisches Training
  • Training der eigenaktiven Tagesstrukturierung
  • Beratung zur Integration in das häusliche und soziale Umfeld

Voraussetzung für die Gruppenbehandlung (3 - 5 Patienten) ist die Feststellung der Grundvoraussetzungen für die Gruppenfähigkeit. Zum Einsatz kommt die Gruppenbehandlung insbesondere, wenn die individuelle Problematik des Patienten die Nutzung von gruppendynamischen Prozessen und stützenden Funktionen der Gruppe erfordert.

UA-39890461-1

 
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